Optimierung im Detail¶
Wenn alle Stunden verplant sind, steht der erste Stundenplan – aber erst die Optimierung macht daraus einen guten. Diese Seite erklärt, womit Sie steuern: den Optimierungsdateien und ihren Parametern.
Kurz zur Erinnerung
Die Optimierung realisiert alle Wünsche („Soll-Bedingungen"), die nicht starr im Graphen stecken. SPM++ berechnet dazu eine Zielfunktion – ein niedriger Wert = guter Plan – und minimiert sie durch Umplanung. Die einzelnen Kriterien lassen sich individuell gewichten.
Die Optimierungsdateien¶
| Datei | Steuert | Aktiviert mit |
|---|---|---|
Hohl*.spm |
Hohlstunden der Lehrer/Kollegiaten | (Standard) |
Leist*.spm |
Tagesbelastung / Leistungsstunden | (Standard) |
FSOpt*.spm |
Fächerschnitt (Schüler) | -fs |
RaumOpt*.spm |
Raumbelegung | -fr |
Rhyth*.spm |
Rhythmisierung der Fächer | -rh |
Der * ist ein frei wählbarer Suffix – SPE erzeugt standardmäßig
Hohl34.spm und Leist26.spm.
Hohl*.spm – Hohlstunden¶
Für jeden Lehrer (oder Kollegiaten) geben Sie eine Bandbreite der Hohlstunden pro Woche an – die Standardvorgabe ist 3 bis 4. Dahinter folgen die gewichteten Parameter.
// Hohlstunden: Lehrer min max -bl <werte> -mt <werte>
SA 3 4 -bl 3,2 1,8 -mt 2,7 1,8.
RE 3 4 -bl 3,2 1,8 -mt 2,7 1,8.
Im Beispiel: Lehrer SA soll 3–4 Hohlstunden pro Woche haben; -bl und -mt gewichten,
wie stark einzelne Muster „bestraft" werden.
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
-bl |
Malus oder Bonus für eine Block-Hohlstunde |
-mt |
Malus für mehrere unverbundene Hohlstunden an einem Tag |
-mp |
einheitliche Mittagspausen über die ganze Woche |
-rd |
Malus für sehr dünne Pläne am Anfang oder Ende eines Unterrichtstages |
-pr |
Randmalus für Präsenzen |
Leist*.spm – Leistungsstunden¶
Hier geben Sie die Bandbreite der Stunden, die eine Lehrkraft ohne Hohlstunde am Stück unterrichtet, sowie die Anzahl der Nachmittage mit Unterricht an. Standardvorgabe: 2 bis 6 Stunden.
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
-st |
Malus für zu lange Unterrichtsblöcke ohne Freistunde dazwischen |
-nm |
Malus für zu viele Nachmittage mit Unterricht |
-ut |
Malus für zu wenige Unterrichtstage |
-hw |
Malus für Hauswechsel (mehrere Schulhäuser) |
Optionale Kriterien¶
-fs→FSOpt*.spm– Fächerschnitt: verhindert, dass ein Fach für eine Klasse überwiegend spät am Tag liegt (optimiert die mittlere Stunde eines Fachs).-fr→RaumOpt*.spm– Raumbelegung: bei Raumknappheit möglichst viel Unterricht in den eigenen Räumen halten.-rh→Rhyth*.spm– Rhythmisierung: Fächer gleichmäßig über die Woche verteilen.
Die drei Hebel der Optimierung¶
Für einen erfolgreichen Verlauf stehen drei Stellschrauben zur Verfügung:
- die Parameter in den Optimierungsdateien (oben),
- die Gewichtung der Kriterien im Optionendialog,
- die Auswahl der zu optimierenden Unterrichte im Optimierungsdialog.
Praxis-Reihenfolge
Optimieren Sie den Lehrer mit dem ungünstigsten Stundenplan zuerst, dann den nächsten usw. Sinnvoll sind außerdem Zwischenoptimierungen: die Kursphase der Oberstufe als Kollegiaten optimieren, bevor der Rest verplant wird; und eine umfassende Optimierung, bevor Präsenzen eingeplant werden.
Planungstiefe kostet Zeit
Jede Erhöhung der Planungstiefe um 1 verlängert die Dauer um Faktor 3–5. Dauert eine Komplettoptimierung bei Tiefe 5 rund 2 Stunden, sind es bei Tiefe 7 schon ein ganzer Tag. Besser: nach einigen Stunden abbrechen, gezielt die „schlechtesten" Lehrer/Klassen/Räume optimieren, dann wieder komplett laufen lassen.
Verwandte Themen¶
- Wo die Optimierung im Ablauf steht: Kurzanleitung
- Die Dateien im Überblick: Beschreibungsdateien
- Noch mehr Praxis: Praxis-FAQ – „Wie optimiert man richtig?"