Praxis-FAQ (SPE & SPM)¶
Antworten auf häufige, konkrete Fragen aus der Original-Hilfe – mit echten Beispielen aus
den .spm-Dateien. Für die grundlegenden Fragen zu Installation, Lizenz und Planung siehe die
allgemeine FAQ.
Rund um SPE¶
Wie erstellt man sinnvoll einen SPM++-Datensatz?
Ein vollständiger Datensatz entsteht in dieser Reihenfolge:
- Daten bereitstellen – in Bayern aus ASV (Gymnasien zusätzlich WinQD),
sonst
Lehrer.spm/Klasse.spm/Fach.spmvon Hand plusEingabe.spm. - Erst-Datensatz erzeugen – Bayern: Datensatz aus ASV-Daten (Gymnasien vorher
ASV/WinQD abgleichen + Kollisionsmatrix); sonst aus
Eingabe.spm. Danach Graph aufbauen und Fehler beseitigen. - Bereinigen – unechte Klassenpartitionen entfernen, Klassenblock-Namen in Klartext.
- Blöcke bilden – Mehrfachstunden zusammenfassen.
- Räume vorbereiten – Räume/Raumgruppen definieren, Fachräume und Klassenzimmer festlegen.
- Pseudo-Unterrichte – freie Tage, Raumsperren, Sprechstunden (nach den Raum-Vorarbeiten).
- Feste Räume zuordnen – Fachräume und Klassenzimmer eintragen.
- Unabhängige Räume verteilen (der Rest kommt erst nach der Planung).
- Bedingungen erfassen – Tag-, Gleich-, Ungleich-, Stunden- und Schulaufgabenbedingungen.
- Feintuning –
Unter.spmsortieren und einzelne Einträge prüfen.
Ausführlich in der SPE-Referenz.
Wie funktionieren Minusräume (abhängige Räume)?
Minusräume werden Unterrichten erst nach dem fertigen Stundenplan zugewiesen – das vereinfacht die Planung. Der Status durchläuft:
| Planungsschritt | Status des Minusraums |
|---|---|
| Ersten Plan erstellen und speichern | weder vorgemerkt noch eingetragen |
| Minusräume zuordnen | vorgemerkt, noch nicht eingetragen |
Minusräume in Unter.spm eintragen |
vorgemerkt und eingetragen |
Bei einer Umplanung im Schuljahr trägt man die Minusräume zuerst wieder aus, plant um, ordnet dann erneut zu: passende bleiben, kollidierende werden abgelehnt und neu vorgemerkt.
Rund um SPM¶
Was sind fixe Raumgruppen und wie werden sie verwendet?
Ein Unterricht liegt entweder in einem festen Raum oder in einer Raumgruppe. Bei
mehrstündigen Fächern kann eine Raumgruppe dazu führen, dass die Stunden in
verschiedenen Räumen liegen. Soll es derselbe Raum sein (ohne ihn vorab
festzulegen), nutzt man die automatisch erzeugte fixe Raumgruppe (Suffix -fix):
Wie kann ich die HTML-Ausgabe anpassen?
Die HTML-Ausgabe folgt einem festen Farb-/Formatschema. Für individuelle Pläne bearbeitet
man die .xsl-Dateien im Programmverzeichnis (z. B. einzelplanklasse.xsl). Dort
lassen sich u. a. anpassen:
- Hintergrundfarben (
body,.TableHeader,.TableBody) als RGB-Werte, - Schriftart der Zellen und Überschriften,
- die Reihenfolge der Attribute je Zelle (Bezeichnung, Lehrer, Raum, Fach) – die Reihenfolge muss weiter unten in der Datei ein zweites Mal angepasst werden.
Wie plant man Präsenzstunden für Lehrkräfte ein?
Eine bewährte Standardlösung (jede Lehrkraft hält 2 Präsenzen/Woche; in der 2.–5. Stunde sollen 3 Präsenzen verfügbar sein, in der 1. Stunde genügen 2):
- In
Raum.spmdrei Präsenzräumerpr1…rpr3und eine Grupperprdefinieren. - In
Fach.spmein Fach anlegen, das mitPräsbeginnt. - In
Zeit.spmeine ZeittafelzPr(nur 1.–5. Stunde) anlegen. - In
Unter.spmje Lehrer zwei Pseudo-Unterrichte (FachPräs…, Raumrpr, ZeittafelzPr). - Überzählige Präsenzräume per Pseudounterricht sperren (im Beispiel
rpr3in der 1.). Hohl12.spmanlegen (Hohlstunden um 2 niedriger) mit Randpräsenz-Malus (-pr).- Plan zuerst ohne Präsenzen rechnen und mit
Hohl34.spmoptimieren. - Vor der Präsenzplanung alle Unterrichte fixieren, dann Raumsperren setzen,
Präsenzen verplanen und mit
Hohl12.spmoptimieren. Zuletzt Fixierung → vorbesetzt.
Grundlagen dazu: Pseudounterrichte.
Wie optimiert man richtig?
Drei Hebel steuern die Optimierung:
- die Parameter in den Optimierungsdateien (
Hohl*,Leist*,RaumOpt*,FSOpt*,Rhyth*), - die Gewichtung der Kriterien im Optionendialog,
- die Auswahl der zu optimierenden Unterrichte.
Sinnvoll sind Zwischenoptimierungen: Die Kursphase der Oberstufe zuerst als Kollegiaten optimieren (mehr Flexibilität), Präsenzen erst nach einer umfassenden Optimierung einplanen.
Planungstiefe kostet Zeit
Jede Erhöhung der Planungstiefe um 1 verlängert die Dauer um Faktor 3–5. Dauert eine Komplettoptimierung bei Tiefe 5 rund 2 Stunden, sind es bei Tiefe 7 schon ein ganzer Tag. Besser: nach einigen Stunden abbrechen, gezielt die „schlechtesten" Lehrer/Klassen optimieren, dann wieder komplett.
Wie plant man Doppelstunden an einem bestimmten Tag ein?
Eine Klasse hat montagnachmittags vier Stunden und soll dort in Doppelstunden unterrichtet werden.
- Ganzer Montag aus Doppelstunden: In allen Zeittafeln die geraden Stunden am Montag sperren – so ist eine gerade Stunde nur über eine Doppelstunde ab der ungeraden davor erreichbar.
- Mindestens drei Doppelstunden: drei Pseudounterrichte mit einer Zeittafel
zpseud(nur gerade Stunden am Montag) anlegen und überUngleich.spmverhindern, dass Einzelstunden parallel dazu liegen.
Wie erreicht man bei mehreren Schulhäusern nur einen Hauswechsel pro Tag?
Über einen „Pseudosamstag" als sechsten Unterrichtstag: Für jede Lehrkraft werden pro
Tag zwei Pseudounterrichte (P10xA/P10xB) angelegt, die jeweils entweder am Wochentag
oder in der 1. Stunde des Pseudosamstags liegen. Über Stunde.spm liegen die Unterrichte
aus Haus 1 vor den A-Pseudos und nach den B-Pseudos, die aus Haus 2 dazwischen –
so trennt der Pseudounterricht die beiden Häuser. In Tag.spm dürfen A und B nicht am
gleichen Tag liegen (P100A <> P100B.).
Aufwand
Bei ~50 Lehrkräften entstehen ~500 neue Unterrichte (je 13 Knoten), der Graph wächst um ~6.500 Knoten – ohne spürbare Geschwindigkeitseinbußen.
Wie plant man 14-tägig wechselnde Unterrichte?
Über die Attribute WocheA und WocheB. Beispiel Sport, bei dem sich Jungen und
Mädchen 14-tägig in Turn- und Schwimmhalle abwechseln:
// vorher: eine wöchentliche Doppelstunde je Gruppe
U07A14A sm7ab Sm MÜL 2 vorm2 rTurnhalle.
U07A14B sw7ab Sw SMT 2 vorm2 rSchwimmhalle.
// nachher: je Gruppe zwei Unterrichte mit WocheA / WocheB
U07A14A sm7ab Sm MÜL 2 vorm2 rTurnhalle WocheA.
U07A14C sm7ab Sm MÜL 2 vorm2 rSchwimmhalle WocheB.
U07A14B sw7ab Sw SMT 2 vorm2 rSchwimmhalle WocheA.
U07A14D sw7ab Sw SMT 2 vorm2 rTurnhalle WocheB.
Warum gibt es keine „Nachfolger" bei Ungleichbedingungen?
Bei Gleichbedingungen koppelt man Unterrichte paarweise – hier hilft der Knopf
Nachfolger, um weitere Paare zu erzeugen. Bei Ungleichbedingungen dagegen müssen
alle betroffenen Unterrichte in einer einzigen Bedingung stehen
(U05A08A U05A08B U07B08A U07B08B.), sonst könnten sich einzelne Paare doch überschneiden.
Da es also immer nur eine Bedingung gibt, wäre ein „Nachfolger" sinnlos.
Wie plant man kleinere Änderungen mit möglichst wenig Nebenwirkungen?
Leitgedanken: so wenige Unterrichte wie möglich öffnen, Auswirkungen auf wenige Klassen/Lehrer beschränken, niemanden verschlechtern und keine Optimierung mehr starten (die wirft zu viel durcheinander). Vorgehen:
- Fehlerhafte Unterrichte öffnen, Zuordnung speichern.
- Unterrichte umdefinieren (z. B. freier Tag von Di1 auf Mi1).
- Graph neu aufbauen, Zuordnung wieder einlesen.
- Mit „Vorschlag zu Markierung" (10 Vorschläge samt Auswirkungen) den Vorschlag wählen, der niemanden verschlechtert.
Große Blöcke (freie Tage, Gleichbedingungen, Mehrfachstunden) verschiebt man am besten, indem man störende Unterrichte am Zielplatz vorher öffnet und danach einzeln wieder einfügt.
Wie teilt man Klassen richtig und setzt sie wieder zu Klassenblöcken zusammen?
Das ist der anspruchsvollste Fall. Kurz: Wenn eine Klasse durch Gleichbedingungen (z. B.
Religion) faktisch als Ganzes parallel liegt, obwohl sie in anderen Fächern (Franz./HE)
unterschiedlich geteilt ist, muss man die Teilungen aufeinander abstimmen – die Klasse
wird auch in Religion/Katholisch entsprechend geteilt und über Klassenb.spm neu
zusammengesetzt.
Wichtig für VPM
Enthält ein Klassenblock nicht die ganze Klasse (z. B. nur die Katholiken), nimmt
VPM bei Ausfall trotzdem an, die ganze Klasse sei betroffen. Sauber
ist daher, alle beteiligten Klassen in Katholisch/Evangelisch zu zerlegen und die
alten Partitionspartner in Klassenb.spm neu zu definieren.
Wie plant man Klassenkonferenzen?
Zuerst in SPE über Menü Datensätze → Klassenkonferenzen einen passenden Datensatz
erzeugen. Dann im Unterordner Konferenz den Graphen aufbauen und alle Unterrichte
verplanen. Kern ist die Optimierung im Konferenzmodus: Über die Angabe eines
Optimierungsziels für die prozentuale Abdeckung der Konferenzen schaltet SPM++ in diesen
Modus, damit möglichst viele Lehrkräfte einer Klasse teilnehmen können. Besonders hilfreich
sind danach die Übersichtspläne der Räume (zeitliche Abfolge) und der Lehrer (ihre
Konferenzen).
Wie plant man nach dem Fachraum-/Lehrerraumprinzip?
Das Thema hat eine eigene, ausführliche Seite: Fachraumplanung –
inklusive der Raumgruppen mit Suffix -LR, der beiden Strategien (eine große Gruppe vs.
nach Fachschaften) und der Speicher-Hinweise.
Noch nicht fündig geworden?
Für Installations-, Lizenz- und Update-Fragen siehe die allgemeine FAQ; für den Support sind die Kontaktdaten dort hinterlegt.