Zum Inhalt

Koppeln verstehen

Eine Kopplung (kurz: Koppel) bedeutet, dass mehrere Unterrichte gleichzeitig stattfinden sollen. Das ist einer der häufigsten und zugleich fehleranfälligsten Fälle in der Stundenplanung – deshalb lohnt es sich, das Prinzip sauber zu verstehen.

Wann braucht man eine Koppel?

Immer dann, wenn Schüler aufgeteilt werden oder Gruppen zusammengelegt werden und das zeitgleich passieren muss – zum Beispiel:

  • Religion / Ethik parallel (die Klasse teilt sich auf),
  • Sport getrennt nach Geschlecht (m/w) zur gleichen Zeit,
  • Förderunterricht oder AGs klassenübergreifend,
  • Differenzierung in Wahlpflichtgruppen.

Die drei Merkmale einer Koppel

Ob eine Kopplung nötig, sinnvoll oder ein Fehler ist, hängt von drei Merkmalen ab. Für je zwei Unterrichte fragt man: Sind Lehrer, Fach und Klasse jeweils gleich (=) oder verschieden (≠)?

Fall Lehrer Fach Klasse Ergebnis
gleicher Lehrer, gleiches Fach, gleiche Klasse = = = Fehler – ist ein normaler Unterricht, keine Koppel
gleicher Lehrer, versch. Fach, versch. Klasse = Fehler – ein Lehrer kann nicht an zwei Orten sein
versch. Lehrer, versch. Fach, versch. Klasse echte Koppel – findet gleichzeitig statt
versch. Lehrer, gleiches Fach, versch. Klasse = Koppel – z. B. gleiches Fach parallel
versch. Lehrer, gleiches Fach, gleiche Klasse = = Koppel – z. B. Sport m/w, Förderunterricht
versch. Lehrer, versch. Fach, gleiche Klasse = Koppel – z. B. Religion/Ethik, Differenzierung

Typische Fehlerquelle

Ist bei zwei Unterrichten alles gleich (Lehrer, Fach und Klasse), so ist es keine Koppel, sondern schlicht ein Unterricht mit mehreren Stunden. Trägt man hier trotzdem eine Koppel ein, wird sie ignoriert.

Wie eine Koppel technisch entsteht

Kopplungen werden über wenige .spm-Dateien abgebildet – in der Praxis erzeugt SPE diese Einträge für Sie:

  • Gleich.spm – die eigentliche Gleichbedingung: „diese Unterrichte liegen gleichzeitig".
  • Klasse.spm – wird bei Aufteilung einer Klasse in Teilgruppen ergänzt (z. B. 5a = 5a_sw 5a_sm für Sport w/m).
  • Klassenb.spmKlassenblöcke für klassenübergreifende Gruppen (z. B. k5 = 5a 5b).

Zwei Grundmuster

Beispiel Sport getrennt nach Geschlecht in der 5a:

  • In Klasse.spm: die Klasse teilen – 5a = 5a_sw 5a_sm
  • In Unter.spm: zwei Unterrichte (Sport w mit Lehrer A, Sport m mit Lehrer B)
  • In Gleich.spm: beide Unterrichte gleichsetzen → sie liegen zeitgleich

Beispiel gemeinsamer Kurs aus 5a und 5b:

  • In Klassenb.spm: den Block bilden – k5 = 5a 5b
  • In Unter.spm: ein Unterricht auf dem Block k5
  • Gleich.spm: kein Eintrag nötig – der Block regelt die Gleichzeitigkeit

Später wieder lösen

Ein Eintrag in Gleich.spm lässt sich, wenn die Gleichzeitigkeit doch nicht gewünscht ist, später wieder löschen – der Unterricht wird dann wieder frei planbar.

Kombinierte Koppeln

Komplexere Fälle (z. B. zwei Sprachgruppen über zwei Klassen oder mehrfache Differenzierung) kombinieren diese Muster: mehrere Teilgruppen werden zu mehreren Blöcken zusammengefasst und paarweise gleichgesetzt. Ein Sonderfall der klassenübergreifenden Kopplung in der Oberstufe ist die Schienenbildung.