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Schienenbildung

Eine Schiene ist eine Gruppe von Kursen, die zeitgleich liegen, damit die Schüler frei aus ihnen wählen können. Schienen sind das zentrale Ordnungsprinzip der Oberstufe (Kollegstufe, Q11/Q12): Statt starrer Klassen wählen die Kollegiaten Kurse – und die müssen so gelegt werden, dass sich die individuellen Stundenpläne widerspruchsfrei ergeben.

Was ist eine Schiene?

Liegen z. B. fünf Englischkurse und drei Französischkurse alle zur selben Zeit, so bilden sie eine Sprachenschiene: Jeder Schüler belegt genau einen Kurs daraus – ohne Kollision mit dem Rest seines Plans.

Der Ansatz: Schienen schon bei der Kurswahl anlegen

Ein bewährtes Vorgehen (aus der Praxis einer Schule) beginnt nicht im Programm, sondern bereits bei der Beratung der Kurswahl. Die Oberstufenbetreuer lenken die Wahl so, dass sich natürliche Schienen ergeben:

  1. Basisfächer (Deutsch, Mathe, Geschichte, Sozialkunde) laufen in gleichartigen Kursen.
  2. Sprachenschienen – z. B.
    • Schiene 1: e1, e2, e3, f1, sps, psy1 …
    • Schiene 2: e4, e5, f2, l1, inf1 …
  3. Naturwissenschaftsschienen – z. B.
    • Schiene 1: b1, b2, b3, c1, ph1, psy2
    • Schiene 2: b4, b5, c2, c3, ph2
  4. Profilschiene (phb1, S_T1, psy3 …) sowie Schienen für Religion/Ethik, wr/geo, ku/mu und Sport.

Werden diese Wahlempfehlungen berücksichtigt, gelingt die Kurseinteilung oft schon sauber, ohne dass zusätzliche starre Gleichbedingungen im Programm nötig sind.

Feinschliff mit der Kollisionsmatrix

Nach dem Import der Daten aus ASV bzw. WinQD verfeinert die Kollisionsmatrix das Ergebnis:

  • Sie zeigt, welche Kurse nicht gleichzeitig liegen dürfen (weil Schüler beide gewählt haben).
  • Über sie lassen sich Kurse umbesetzen, um Kollisionen zwischen Kursen zu beseitigen.

Freiheitsgrade bewahren

Ein erfahrener Planer verzichtet, so weit es geht, auf zusätzliche Gleichbedingungen zur Schienenbildung – denn jede feste Bindung nimmt der Optimierung Freiheitsgrade. Die Kollisionsmatrix ist das flexiblere Werkzeug.

Voraussetzungen und Ablauf

flowchart TD
    A[Kurswahl der Kollegiaten<br/>gemäß Schienen-Empfehlungen] --> B[Kollegiaten in Kurse einteilen]
    B --> C[Export aus ASV/WinQD<br/>Bericht11.txt · Bericht12.txt]
    C --> D[Einlesen in SPE]
    D --> E[Kollisionsmatrix:<br/>Kurse umbesetzen]
    E --> F[Planung mit SPM++]

Wichtig für Bayern

Die Kursbezeichnungen in der Lehrerdatei (LD) und der Kursverwaltung (QD) sollten identisch sein – das erspart viel Nacharbeit in SPE. Die Dateien Bericht11.txt und Bericht12.txt gehören in denselben Ordner wie die vier ASV-Exportdateien; sie können erst erzeugt werden, nachdem die Kollegiaten ihren Kursen zugeteilt sind.

Verwandtes Thema: Schienen sind ein Spezialfall der klassenübergreifenden Kopplung.